ARGE Ganzheitliche Zahnheilkunde

im ZIV (Zahnärztlicher Interessenverband)


Leiterin: MR. Dr. Eva-Maria Höller

eva.hoeller@aon.at

Stv Dr. Elisabeth Wernhart-Hallas

ordination@wernhart-hallas.at
Ganzheitliche Zahnheilkunde sieht die Zähne des Menschen in Beziehung zum ganzen Körper.

Grundvoraussetzungen dafür sind die uns heute zur Verfügung stehenden auf den Universitäten gelehrten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Oft ist dies jedoch nicht ausreichend, daher braucht die ganzheitliche Zahnheilkunde auch noch andere Testmethoden.

Am Anfang der ganzheitlichen Behandlung steht immer die genaue Anamnese des Patienten. Es ist notwendig die Inspektion des Mundes vorzunehmen, ebenso benötigen wir die röntgenologische Diagnostik. Oft ist es aber so, dass röntgenologisch einwandfreie Zähne Schmerzen verursachen können und wir von unseren Diagnosemöglichkeiten keinen Hinweis auf eine Störung bekommen. Oftmals werden dann gesunde Zähne wurzelbehandelt, der Schmerz bleibt aber weiter bestehen.

Ganzheitliche Methoden, wie Applied Kinesiologie (ein Muskeltest), Physioergentik (biophysikalisches Testverfahren mit Muskelketten erweitert um den Armlängenreflex), Elektroakupunktur (Hautwiderstandsmessung auf ausgewählten Akupunkturpunkten an Fingern und Zehen) etc. können daher auf verschiedene Ebenen Diagnosen erkennen, die mit röntgenologischen Mitteln oft nicht wahrnehmbar sind. Dies sind zusätzliche Testmöglichkeiten, mit denen ein gut ausgebildeter Zahnarzt rasch andere oder übergeordnete Störungen erkennen kann.
Elektroakupunktur nach Voll ist eine Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten in der Medizin. Sie beruht auf physikalischen und morphologischen Grundlagen und hat mit der chinesischen Akupunktur die Messpunkte gemeinsam.

Wie vielen Ärzten heute schon bekannt entstehen die meisten Herde im Kopfbereich und Ursache sind nicht selten die Zähne. Diese stehen in direkter Zuordnung zu einzelnen Körperregionen und Organen. Störungen, die von den Zähnen ausgehen, betreffen oft die Grundregulation. Die Regulationsfähigkeit bestimmt aber auch den Zeitpunkt der Behandlung. Ein zahnärztlicher Eingriff zum falschen Zeitpunkt würde eine weitere Belastung bedeuten. Es empfiehlt sich daher bei zahlreichen Herden eine schrittweise Vorgangsweise zu wählen, um den Körper die Möglichkeit zu geben sich wieder zu regenerieren.
Es ist sinnvoll und oft notwendig auch mit Internisten und Allgemeinärzten zusammen zu arbeiten, die den Regulationszustand verbessern können. Oft ist eine Dysbiose (Störund der Darmflora) so massiv z.B. bei vielen Parodontalerkrankungen, dass vorweg mit der Therapie der Dysbiose begonnen werden sollte. Dies kann durch Ausleitung und Symbioselenkung erfolgen, vielfach ist auch eine Substitutionstherapie mit Vitaminen, Isopräparaten der Firma Sanum und Enzymen notwendig. Bei einer verbesserten Regulationssituation kann der Patient über einen längeren Zeitraum auch ein Störfeld eher tolerieren.
Nicht nur Herde sind Störungen, die von den Zähnen ausgehen können, auch Materialunverträglichkeiten, Werkstoffstörungen, strukturelle Störungen auf Grund falscher Okklusion und Hygienefehler können den Organismus belasten.
Befindet sich nun ein Störfeld oder ein Herd auf einem bestimmten Zahn, kann dies der Auslöser sein für weitere Erkrankungen, wie z.B. Herzrhythmusstörungen, Migräne, Blutveränderungen, Nierenbelastungen, Gelenksschmerzen, Lymphbelastungen oder immer wiederkehrende Infektionen.
Bei Unverträglichkeit kann eine Vielzahl von Beschwerden auftreten: Zahnfleischentzündungen, Parodontose, Allergien, Organstörungen etc.
Eine der Aufgabe der ganzheitlichen Zahnheilkunde ist es daher die Summe der Schwermetallbelastungen zu verringern. Der Körper hat zwar ein Entgiftungssystem für Schwermetalle, aber nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit dafür. Ganzheitliche Zahnärzte helfen den Patienten durch eine Entfernung der Metalle zum richtigen Zeitpunkt und eine individuelle Ausleitungstherapie besser zu regulieren.

Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa, die eine von der Zahnärztekammer approbierte Ausbildung mit abschließendem Diplom für "Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde" vorweisen kann.



Ärzteliste der Zahnärzte mit Diplom für Komplemetärverfahren in der Zahnheilkunde (Stand Nov.2012)
allg.beeid. & gerichtl. zertif. SV mit ÖZÄK- Diplom für Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde
Studien zu orthomolekularen Mängeln im Zusammenhang mit Parodontitis